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Brauchbarkeitsprüfung für Nachsuchenhunde: Sieben Kandidaten stellten sich der Prüfung auf einer 1.000 Mtr Übernachtfährte

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Wie schon in den Vorjahren hatte die Jägerschaft Stade e.V. als Veranstalter auch in diesem Jahr wieder eine Brauchbarkeitsprüfung für Nachsuchenhunde (BrP NSH) ausgeschrieben.
Die Jägerschaft Stade wurde dabei organisatorisch durch den JGV Stade e.V. unterstützt.
Insgesamt acht Gespanne hatten sich zur Durchführung der Brauchbarkeitsprüfung für Nachsuchenhunde am Sonntag, dem  13. Oktober 2019, bei der Jägerschaft Stade angemeldet.

Ein Führer musste seinen Hund kurzfristig von der Prüfung abmelden. In Folge der hohen Nennungszahl mussten wir in diesem Jahr wieder zwei Gruppen aufstellen.
Acht Prüfungsfährten und zwei Ersatzfährten, jede mindestens 1.000 Metern lang, waren bereits am Vorabend - bei anhaltendem Regenwetter - von Prüfungsleiter Dr. Gerd Cappell und seinem Team erstmals für Prüfungen dieser Art im Forstort Rüstje (NdsFA Harsefeld) gelegt worden. Das bedeutete eine extrem aufwendige Vorbereitung der Prüfung, denn auch für unser "Team Schweiß" war diese Aufgabe im neuen Terrain eine Prämiere.
Über Nacht war es wärmer geworden, der Rege hatte nachgelassen und als sich die Korona am Prüfungsmorgen gegen 08:30 Uhr auf dem Pfingstmarktplatz in Neukloster versammelte, war bereits ein stimmungsvoller Herbsttag bei zunächst bedecktem Himmel angebrochen.
Mit launigen Worten begrüßte Prüfungsleiter Dr. Gerd Cappell die versammelten Teilnehmer und richtete ihnen die Grüße und guten Wünsche des Vorsitzenden der Jägerschaft Stade, Herrn Dr. Martin Wenzel und des Ehrenvorsitzenden des JGV Stade, Herrn Jochen Stechmann, aus.
Nach seiner abschließenden Einweisung der Führer und Verbandsrichter in die Bestimmungen der Prüfungsordnung und der Identitätsprüfung der Hunde wünschte Dr. Cappell allen Teilnehmern viel Suchenglück und entließ die Gruppen pünktlich um 09:00 Uhr in das etwa zehn Kilometer entfernte Prüfungsrevier.
Die sieben Kandidaten, drei BGS-Hündinnen (Sebastian Kaempfert, Jan-Eric Quast, Heiko Rademacher), ein Brandelbrackenrüde (Arne Esselborn), eine Beagle-Hündin (Dieter Plum) und zwei Rauhaarteckel-Damen (Birgit Dawideit, Lydia Dammann-Tamke), erwarteten indes geduldig ihren Einsatz.
Wer jemals einen Jagdhund für eine Gebrauchsprüfung auf der 400 Mtr langen Schweißfährte eingearbeitet und geführt hat, mag ermessen können, welche Ansprüche auf einer 1.000 Mtr langen Übernachtfährte an den  Führer und an seinen Hund gerichtet werden. So war es wieder einmal ein Erlebnis, den Gespannen bei der Arbeit zuzusehen. Gegen 13:45 Uhr war auch das letzte Team geprüft worden.

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Diese hochgradig anspruchsvolle Prüfung hatte den Gespannen allein auf der Schweißfährte über eine Zeitspanne von durchschnittlich rund 45 Minuten neben hohem körperlichem Einsatz volle Konzentration abverlangt. Umso erfreulicher war es, dass in diesem Jahr alle angetretenen Gespannen den an sie gerichteten Anforderungen gerecht werden konnten.
Beim anschließenden Zusammentreffen im Suchenlokal dankte Dr. Cappell den Prüfungsteilnehmern, allen voran den Hundeführern und Verbandsrichtern, für ihr diszipliniertes Verhalten und ließ danach den Prüfungstag noch einmal Revue passieren.
Als Verantwortlicher für diese Prüfung dankte alsdann Gerd Bohmbach in seiner Eigenschaft als Hundeobmann der Jägerschaft Stade sowohl dem Leiter des Nds. Forstamtes Harsefeld, Herrn Arne Riedel, als auch der Revierbeamtin im Revier Rüstje, Frau Melanie Offermanns, für deren freundlicherweise erteilte Erlaubnis, in "Rüstje" die Schweißarbeit als Übernachtfährte und Schwerpunkt dieser Prüfung vorbereiten und durchführen zu dürfen.
Bohmbach dankte gleichsam den Revierinhabern des GJB Apensen für die ebenfalls erteilte Erlaubnis, die übrigen Anteile der Brauchbarkeitsprüfung in deren Revier prüfen zu können.
Nach Aushändigung der Prüfungszeugnisse durch Suchenleiter Dr. Cappell dankte Bohmbach all denjenigen, die darüber hinaus durch ihr Zutun am Gelingen dieses Prüfungstages beigetragen hatten und wünschte den Hundeführern eine erlebnisreiche Zeit mit ihren nunmehr zwar erfolgreich geprüften, aber noch in der Praxis weitgehendst unerfahrenen, jungen Nachsuchenhunden.

Mehr über diese Prüfung erfahren Sie auf unserer Seite "Prüfungsergebnisse 2019".