Besuch bei unserem Lehrgang in Eilendorf
In kleinen Gruppen werden die Lehrgangsteilnehmer mit ihren Hunden auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereitet …
Eilendorf, 21. April 2023 - Längst hat sich wieder unsere diesjährige Hundeführerfamilie um ihren Ausbildungsleiter Gerd Bohmbach und seine Gruppenführer zusammengefunden.
Es ist Freitag und ab 17:30 Uhr säumen die Fahrzeuge der Teilnehmer unseres Hundeführerlehrgangs "A" wieder die Landstraße zwischen Eilendorf und Pippensen. Über dreißig Hundeführer sind, teils von ihren Partner begleitet, zu diesem schönen Lehrgangsabend erschienen.
Der Lehrgang findet nun wieder regelmäßig bis in den Oktober hinein und ohne Unterbrechung durch Feiertage oder Ferientermine an den dazu festgelegten Wochentagen ab 18:00 Uhr statt.
Nach einer knappen Begrüßung durch den Lehrgangsleiter trennen sich die Teilnehmer in verschiedene Leistungsgruppen und verteilen sich, jetzt unter Leitung der jeweiligen Gruppenführer, auf die unterschiedlichen Ausbildungsorte im schönen Eilendorfer und Heimbrucher Revier.
Hier wird dem Gebrauchshundenachwuchs und deren Führer-/innen das Rüstzeug für die in wenigen Monaten bevorstehende Herbstzuchtprüfung, die ja stets in Verbindung mit der Überprüfung der Zusatzfächer zur bestandenen HZP (ZusF) stattfinden sollte, vermittelt. Denn jeder weiß inzwischen: Schwerpunkt der Überprüfung der ZusF ist die Schweißarbeit auf der mindestens 400 Meter langen Übernachtfährte. Und erst das Bestehen dieser Prüfung auf der Übernachtfährte macht schließlich den brauchbaren Jagdhund im Sinne des Jagdgesetzes aus.
Bereits am Donnerstagabend hat darum Dr. Gerd Cappell für eine Auswahl an Lehrgangsteilnehmer Übungsfährten im Pippensener Holz gelegt.
Geduldig erklärt er seinen Schülern an jedem Übungsabend, worauf es bei der Schweißarbeit ankommt und legt damit die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung der Hunde auf der Schweißfährte im heimatlichen Revier. Darüber hinaus trainiert Dr. Cappell hier neben den Anwärtern unserer "Gesellen- und Meisterprüfung" auch eine kleine Gruppe erlesener Spezialisten, die sich auf die Brauchbarkeitsprüfung für Nachsuchenhunde auf der 1.000 Meter langen Übernachtfährte vorbereiten möchten.
Gar nicht weit entfernt bereiten sich derweil weitere Hundeführer-/ innen mit ihren vierläufigen Jagdgefährten unter erfahrener Anleitung auf noch höhere Ziele vor.
Sie möchten in diesem Herbst mit ihren Hunden die Meisterprüfung bestehen. Ihr Ziel ist es, nach schließlich und endlich zwei prall gefüllten Prüfungstagen das Zertifikat der Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) oder das der Verbandsprüfung nach dem Schuss (VPS) mit nach Hause zu nehmen. Andere bereiten sich selbst und ihren Hund auf das Bestehen der Brauchbarkeitsprüfung nach den Brauchbarkeitsrichtlinien der Landesjägerschaft Niedersachsen vor, die im Regelfall an nur einem Tag geprüft wird.
Aus einer lang gestreckten Senke fallen Schrotschüsse. Hier üben die HZP- und Brauchbarkeitsprüfungsanwärter an den idyllischen Heinbrucher Teichen, was für eine erfolgreiche Arbeit am Wasser beherrscht werden muss oder sammeln erste Erfahrungen auf der Haar- und Federwildschleppe.
Wenn sich langsam die Dunkelheit über das Estetal senkt, machen sich die Lehrgangsteilnehmer auf den Heimweg.
Die Festigung der auf dem Lehrgang gewonnenen Kenntnisse obliegt nunmehr der Geduld und dem Können der Hundeführer, die mindestens in der Zeit der Prüfungsvorbereitungen die auf den Lehrgangsabenden erklärten Themen - auch mit dem Blick in die zu berücksichtigende Prüfungsordnung - Tag für Tag im eigenen Revier nacharbeiten sollten.
Längst nicht alle Lehrgangsteilnehmer konnte ich an diesem schönen Übungsabend in und um Heimbruch bei ihrer Ausbildung besuchen. Fotos von diesem Lehrgangsabend finden Sie in unserer Fotogalerie, Jahrgang 2023.
(03.15.23)
Wenn sich langsam die Dunkelheit über das Estetal senkt, machen sich die Lehrgangsteilnehmer auf den Heimweg…