Früh übt sich, wer ein Meister werden will
Arbeit mit der Reizangel - plötzlich verharrt der Welpe, der Kopf geht nach unten, die Rute wird steif und eine Pfote hebt sich leicht an. Die Anlagen sind da!
Die Grundlagen für ein erfolgreiches späteres Arbeitsleben eines Jagdhundes werden bereits im Welpenalter gelegt. In den ersten Lebenswochen geht es in der Welpenschule noch nicht um fertigen Gehorsam oder komplexe Jagdaufgaben, sondern um die spielerische Weckung und Förderung der natürlichen Anlagen.
Und genau da setzen Michael Schomaker, Anja Nowak und Axel Noormann an.
Die Übungseinheiten finden mittwochs in Jork-Borstel statt – nach der Brut- und Setzzeit dann auch wieder auf Hahnöversand.
Aktuell kommen 15 Hundeführer mit ihren jungen Hunden zum Training. Es ist eine bunte Mischung aus den Jagdhunderassen. Bedingt durch die unterschiedlichen Altersklassen, teilt sich der Kurs dann auch auf zwei Gruppen auf.
Die “Großen” zeigen bereits positive Ansätze im Grundgehorsam, das Gehen bei Fuß gehört da genauso dazu wie das Ablegen, bei dem sich die Hundeführer kurz aus der Sicht begeben. Auch beim Apportieren aus dem Wasser und dem Ausarbeiten der Schleppe zeigt die Gruppe ihr Können.
Bei den “Kleinen” geht es noch etwas spielerischer zu, das Stillsitzen klappt noch nicht bei jedem und alle lassen sich schnell ablenken. Aber als Michael Schomaker die Reizangel rausholt, wird schnell deutlich - die Anlagen sind da!
Bei der Welpenausbildung in Jork-Borstel geht es nicht um Leistungsdruck, sondern um die Erschaffung positiver Verknüpfungen. Die Übungseinheiten sind kurz gehalten, um die jungen Hunde nicht zu überfordern. Aus den spielerischen Ansätzen dieser ersten Wochen entwickelt sich dann durch konsequentes, altersgerechtes Training Schritt für Schritt ein leistungsstarker und zuverlässiger Jagdgebrauchshund.
Alle Fotos von diesem Abend findet Ihr in unserer Galerie 2026
Waidmannsheil
Euer JGV Stade e.V.