Zweite VJP 2026 – Maertha Laut und DK-Rüde „Ahoi von der Reeperbahn" werden Suchensieger
Sonnenschein über dem Kehdinger Land – bessere Bedingungen hätte man sich für eine Verbandsjugendprüfung (VJP) kaum wünschen können. Am Sonntag, den 29. März 2026, richtete der Jagdgebrauchshundverein Stade e.V. seine zweite VJP des Prüfungsjahres aus. Treffpunkt war wie gewohnt das Gasthaus von Stemm in Bützfleth.
Zwölf Hunde – von dreizehn gemeldeten – traten an diesem Morgen in vier Gruppen an, um sich in den Revieren Drochtersen, Kranenburg, Burweg und Freiburg den Richtern zu stellen. Zwölf Verbandsrichter und ein Richteranwärter begleiteten die jungen Hunde durch die Prüfungsfächer. Die Leitung der Suche hatte an diesem Tag der zweite Vorsitzende Eckhard Hastedt übernommen. In seiner öffentlichen Richterbesprechung machte er deutlich, welchen Stellenwert die Wesensbeurteilung für die Zucht hat: Hunde, die sich nervös und unruhig zeigen oder bei Frustration Laut geben, sollten in der Zucht nicht eingesetzt werden. Nur eine ehrliche und differenzierte Wesensfeststellung liefere den Züchtern die Grundlage, die sie für die Zukunft leistungsstarker und ausgeglichener Jagdhunde brauchen.
Was diesen Prüfungstag besonders machte, war der Wildbesatz: In allen vier Revieren waren reichlich Hasen vorhanden. Die Bedingungen erlaubten es, dass die jungen Hunde ihre Anlagen umfassend zeigen konnten – auch Lautfeststellungen am Hasen waren noch nach den Spurarbeiten möglich. Die guten Verhältnisse führten dazu, dass die meisten Gruppen bereits gegen Mittag ihre Arbeit abschließen konnten.
Suchensieger mit 78 Punkten - Maertha Laut mit ihrem Deutsch-Kurzhaar-Rüden “Ahoi von der Reeperbahn”
Ein besonderes Bild bot die Arbeit des Deutsch-Kurzhaar-Rüden „Ahoi von der Reeperbahn", geführt von der Erstlingsführerin Maertha Laut. Der Rüde arbeitete seine erste Hasenspur über wechselndes Gelände – beginnend auf Grasland, über einen Graben, durch Getreidesaat und Grünland, vorbei an einer Grabenbaustelle mit Lehm- und Sandaushub, weiter durch Buschstreifen – bis er nach rund zwei Kilometern die Arbeit beendete. Eine zweite Spur führte über Gras, Getreide und zwei Gräben auf ca. 1,5 Kilometer Länge. Doch nicht nur die Nase überzeugte: Auch im Gehorsam zeigte sich „Ahoi" auf einem Niveau, das den Richterobmann zu der Feststellung veranlasste, dass dieser Hund selbst nach 150 Metern noch ins Down ging. Damit erfüllte das Gespann die Voraussetzungen für das Armbruster-Halt-Abzeichen (AH) – ein Leistungszeichen des Jagdgebrauchshundverbandes e.V. (JGHV), das Gehorsam am Hasen und eine mindestens gute Spurarbeit voraussetzt und auf einer VJP eher selten vergeben wird.
Alle zwölf angetretenen Hunde konnten ein Prüfungszeugnis mit mindestens 60 Punkten erzielen – ein erfreuliches Gesamtergebnis, das für die Qualität der Vorbereitung durch die Hundeführerinnen und Hundeführer und die Arbeit in unseren Lehrgängen spricht. Prüfungssieger wurde „Ahoi von der Reeperbahn" mit 78 Punkten. Da dies zugleich die höchste Punktzahl beider Verbandsjugendprüfungen 2026 war, darf sich das Gespann auch Suchensieger nennen. Für Maertha Laut, die ihren ersten Hund auf einer Verbandsprüfung führte, ein bemerkenswerter Einstand.
Zurück im Gasthaus von Stemm überreichte Suchenleiter Eckhard Hastedt den erfolgreichen Hundeführerinnen und Hundeführern beim gemeinsamen Essen ihre Prüfungszeugnisse.
Wir danken den Revierinhabern in Drochtersen, Kranenburg, Burweg und Freiburg für die Bereitstellung ihrer Reviere, den Verbandsrichtern und dem Richteranwärter für ihre gewissenhafte Beurteilung sowie allen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solcher Prüfungstag nicht möglich wäre. Allen Hundeführerinnen und Hundeführern gratulieren wir herzlich und wünschen viel Erfolg auf dem weiteren Ausbildungsweg mit ihren jungen Hunden. Auch möchten wir Jan Behnken für die erfolgreiche Beendigung seiner Richteranwartschaft gratulieren.
Alle Ergebnisse findet ihr auf unserer Seite Prüfungsergebnisse – die Fotos in unserer Galerie 2026.
Waidmannsheil – Euer JGV Stade e.V.