1. VGP 2026 – Anspruchsvolle Meisterprüfung mit fünf erfolgreichen Gespannen

Prüfungssieger der VGP Hartmut Borchers mit seinem KLM-Rüden
„Ferro vom Ulmenstein“

Am 10. und 11. Oktober 2026 fand die erste Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) des Jagdgebrauchshundvereins Stade e. V. statt. Sechs Gespanne stellten sich der anspruchsvollen Leistungsprüfung, die nicht umsonst als „Meisterprüfung des Jagdgebrauchshundes“ bezeichnet wird. An zwei Tagen galt es, das Können der Hunde in Feld, Wald und Wasser sowie ihren Gehorsam und ihre jagdliche Vielseitigkeit unter Beweis zu stellen.

Gut gestärkt in zwei anspruchsvolle Prüfungstage

Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Gasthaus von Stemm in Bützfleth. Bei guter Stimmung nutzten Hundeführer, Verbandsrichter und Helfer die Gelegenheit, sich auf die bevorstehenden Aufgaben einzustimmen. Nach der Begrüßung und Ansprache durch die Suchenleitung rückten die beiden Prüfungsgruppen in ihre Reviere aus.

Das Wetter zeigte sich dabei von seiner herbstlichen Seite: Wechselhafte Bedingungen und zeitweise stürmischer Wind begleiteten den ersten Prüfungstag. Am Sonntag präsentierte sich das Wetter deutlich freundlicher. Bei Sonnenschein, aber weiterhin frischen Temperaturen konnten die Prüfungen fortgesetzt werden.

Wasserarbeit und Schweißfährten fordern die Gespanne

Während die erste Gruppe am Samstag mit der Wasserarbeit in Daudiek begann, startete die zweite Gruppe mit der Schweißarbeit im Rüstjer Forst. Die Schweißfährten waren bereits am Freitag gelegt worden, sodass die Hunde ihre Fähigkeiten auf den Übernachtfährten zeigen mussten.

Bei der Wasserarbeit zeigte sich ein sehr unterschiedliches Leistungsbild. Während mehrere Hunde die gestellten Aufgaben bewältigen konnten, wollte ein Hund das Wasser nicht annehmen. Für dieses Gespann war die Prüfung damit leider vorzeitig beendet.

„Schweiß macht den Preis!“ – diese bekannte Redewendung sollte sich auch bei unserer diesjährigen VGP bewahrheiten.

Die Schweißarbeit stellte die Gespanne vor besondere Herausforderungen. Hier mussten alle entsprechend geprüften Hunde Punkte abgeben, was sich schließlich entscheidend auf die erreichten Preise auswirkte. Gerade die anspruchsvolle Arbeit auf der Übernachtfährte zeigte einmal mehr, wie wichtig eine gründliche Vorbereitung, Konzentration und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Hund und Führer sind.

Hervorragende Bedingungen bei der Feldarbeit

Die Feldarbeit führte die Gespanne in die Reviere rund um Kranenburg und Hüll, die ausgezeichnete Möglichkeiten boten, das Können der Hunde zu zeigen.

Im Revier Kranenburg, betreut von Olaf Plehn, fanden die Hunde einen guten Niederwildbesatz vor. Alle dort geprüften Hunde konnten ihre Leistungen ohne größere Schwierigkeiten abrufen. Besonders erfreulich waren die schönen Vorstehbilder und die guten Manieren am Wild. Auch der dafür erforderliche Gehorsam wurde ohne Beanstandungen gezeigt.

Nicht weniger erfreulich verlief die Feldarbeit im Revier Hüll bei Jan Eric Quast. Hier wurde ein überdurchschnittlich guter Niederwildbesatz vorgefunden. Die Hunde konnten dadurch innerhalb kurzer Zeit ihre sehr guten Leistungen in Suche, Vorstehen und Gehorsam unter Beweis stellen. Die zahlreichen Wildkontakte boten den Verbandsrichtern beste Möglichkeiten, die Arbeiten der Hunde zu beurteilen.

Die übrigen Gehorsamsfächer wurden im Revier Heimbruch geprüft. Auch hier zeigte sich die sorgfältige Ausbildung der Hunde. Die Gespanne überzeugten durch ihre Zusammenarbeit und konnten die gestellten Anforderungen zuverlässig erfüllen.

Fünf Gespanne bestehen die Meisterprüfung

Nach zwei intensiven Prüfungstagen stand das Ergebnis fest: Fünf der sechs angetretenen Gespanne konnten die VGP erfolgreich bestehen. Dabei wurden dreimal der II. Preis und zweimal der III. Preis vergeben.

Als Prüfungssieger konnte sich der Rüde Ferro vom Ulmenstein, geführt von Hartmut Borchers, durchsetzen. Bei Punktgleichheit gab der bestätigte Laut des Rüden den Ausschlag für die Platzierung.

Am Ende des zweiten Prüfungstages durften fünf Gespanne die Glückwünsche der Verbandsrichter und der Suchenleitung entgegennehmen. Hinter ihnen lagen zwei Tage, an denen die Hunde ihre jagdlichen Fähigkeiten in ganz unterschiedlichen Situationen unter Beweis stellen mussten.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten

Eine Verbandsgebrauchsprüfung über zwei Tage ist nur mit der Unterstützung vieler engagierter Menschen möglich.

Unser besonderer Dank gilt den Revierinhabern und Revierführern, die uns ihre Reviere zur Verfügung gestellt und damit die Voraussetzungen für eine praxisnahe Prüfung geschaffen haben. Stellvertretend möchten wir uns bei Olaf Plehn in Kranenburg und Jan Eric Quast in Hüll für ihre Unterstützung bedanken.

Ebenso danken wir allen Verbandsrichtern für ihre verantwortungsvolle Arbeit, den Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz sowie dem Team des Gasthauses von Stemm in Bützfleth für die Bewirtung.

Den erfolgreichen Gespannen gratulieren wir herzlich zur bestandenen Meisterprüfung und wünschen ihnen weiterhin viel Freude und Erfolg bei der gemeinsamen Jagdausübung.

Die vollständigen Ergebnisse findet ihr auf unserer Seite „Prüfungsergebnisse 2026“. Alle Bilder des Prüfungstages findet ihr in unserer Galerie 2026.

Waidmannsheil
Euer JGV Stade e. V.

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Generalprobe für die VGP Prüfungen im Oktober